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Samstag, 1. März 2014

Gala Day

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Today Tina and Nils were at the Te Uku School Gala Day - something between funfair and fleamarket organised by Nils school. They had thrilling attractions like rides on small motorbikes, a waterslide and a huge bouncy castle... But Nils absolute favourite thing was riding on this very old fashioned chain carousel.

Freitag, 31. Januar 2014

Niklas erster Schultag im St. John's College

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Niklas und Elan, sein Buddy aus Te Mata.

Irgendwann wurde es dann echt anstrengend...

Dienstag, 28. Januar 2014

College Boy

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Jetzt ist es offiziell. Die großen Ferien sind vorbei für unseren Großen. Er ist ab heute offiziell ein College Boy vom St. John's College Hamilton. Und weil das in Neuseeland so üblich ist, muss er jetzt auch Uniform tragen. Macht ihm aber gar nix und stehen tut's ihm ja auch nicht schlecht...

Montag, 17. Dezember 2012

My way

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Niklas und seine Freunde Ryan und Tama wollten zum letzten Schultag etwas Besonderes für ihre Mitschüler machen. Für eine Live-Performance ihrer ganz frisch gegründeten Band "Shadow Hawks" war es - auch in Ermangelung von Instrumenten und der Fähigkeit, diese zu spielen - noch ein bisschen früh, daher habe ich den Vorschlag gemacht, doch ein Musikvideo zu produzieren. Das hatte schließlich letzten Freitag Premiere in der Te Mata School und soll auch hier nicht vorenthalten werden. Viel Spaß also mit den Shadow Hawks und how they did it their way...



Dienstag, 11. Dezember 2012

Very proud

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Heute war mal wieder die jährliche "Student Led Conference" zum Ende des Schuljahres. Darin präsentieren die Schüler selber, wie sie in den einzelnen Fächern stehen und welche Fortschritte sie im Laufe des Jahres gemacht haben. Die Lehrer halten sich weitgehend im Hintergrund und geben nur hier und da zusätzliche Information. Eine tolle Übung für die Kinder, sich selber zu präsentieren. Unglaublich, aber wahr (und uns unglaublich stolz machend), Niklas ist in allen Bereichen (Reading, Writing, Math) auf dem National Standard von Neuseeland. Mit anderen Worten, er ist auf dem gleichen Level wie seine Altersgenenossen. Und das nach gerade einmal 2 Jahren auf einer neuseeländischen Schule! Und auch Nils macht unglaubliche Fortschritte, ist nicht nur der Klassenclown, sondern im Schreiben ebenfalls schon auf dem Landesdurchschnitt. Lesen und Mathe bedarf noch zusätzlicher Förderung, aber auch da ist er nahe dran. Wirklich großartig, was unsere Jungs da geleistet haben. :-)

Donnerstag, 20. September 2012

Donnerstag, 24. Mai 2012

Cross Country Chronicle

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Nachdem neulich erst Nils in unserer hiesigen Zeitung, dem Raglan Chronicle, als Player of the Day Erwähnung fand, ist unser Großer heute sogar auf der Titelseite. Zwar ohne Namensnennung, dafür voll in Action... :-)


Samstag, 19. Mai 2012

Cross Country Run

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Freitag war wieder Cross Country Lauf aller Schulen im Umland. Dieses volksfestartige Event kennen wir schon vom letzten Jahr. Damals endete es mit riesiger Frustration bei unserem Großen. Niklas wusste nicht so recht, worum es eigentlich ging und was einen dort erwartet: Es geht - wie so oft in Neuseeland - um Kräftemessen, um Wettbewerb und natürlich auch ganz viel Spaß. Cross Country heißt, bei Wind und Wetter über Wiesen und Weiden, durch Flüsse und Kuhkacke zu laufen und dabei seine Schule so gut wie möglich zu repräsentieren.

Wie gesagt, letztes Jahr war das ein ziemliches Fiasko. Niklas wurde 31. und damit Vorletzter seiner Altersgruppe. Der Frust war riesig - aber auch Ansporn zugleich. Denn dieses Jahr fing er schon ganz früh an, seine Ziele zu definieren und auch ganz klar zu kommunizieren: mindestens Dritter werden! Doch davor hatten die Organisatoren - anders als im vorigen Jahr - erst einmal eine schul-interne Qualifikation gesetzt. Die war eine Woche vorher und fand auf dem Acker des Te Mata Domain statt. Niklas hatte dafür richtig trainiert und wurde auch taktisch hervorragend von Tina, dem einzigen Familienmitglied mit Lauferfahrung, eingestellt. Prompt wurde er in der Qualifikation tatsächlich Dritter und durfte somit zum Endkampf auf der MacDonald's Farm in Waitetuna.

Dieser fand dann am vergangenen Freitag statt. Das Wetter war natürlich angemessen für einen solchen Lauf "Kiwi-Style": Regen, Wind und immer wieder Regenbögen. Niklas war schwer aufgeregt, aber auch sehr konzentriert. Und er hat seine Sache ganz ausgezeichnet gemacht, ist ruhig und langsam angelaufen, hat sich seine Auszeiten genommen und hatte so noch Luft für den Endspurt. Da ist er dann auf Platz 17 gelandet! Das sind 14 Plätze besser als beim letzten Mal! Und bei dieser Steigerungsrate klappt es dann 2013 auch mit dem dritten Platz! Well done, mate! :-)


Samstag, 11. Februar 2012

Yay Nils!

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Nils' Swimming Chart. So heißt die Motivationshilfe, die Nils' Lehrerin Linda Holmes einsetzt, unseren wasserscheuen Fuzzemann in den Schul-Pool zu bewegen. Der ist nämlich nicht beheizt und so weigert sich Nils beharrlich, dort reinzuspringen. Aber dank derartiger Belobigung und einem verliehenen "Fishy-Ticket" (eine Art Los, die zur Teilnahme an der wöchentlichen Fun Friday-Verlosung qualifiziert und auf der es u.a. Eis zu gewinnen gibt) gelingt es dann doch, selbst einen Dickschädel wie Nils in's kuehle Nass zu bewegen. Wie im "richtigen Leben" ist Motivation halt die halbe Miete...

Samstag, 24. Dezember 2011

Heiligmorgen

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Samstag, der 24. Dezember 2011. Hier in Raglan ein wunderschöner, sonniger Morgen. Die Vögel zwitschern, der Nachbar fällt einen Baum. New Zealand at its best. Heute ist Weihnachten und unsere Jungs sind schon voller Vorfreude auf heute Abend. Die Bescherung wird allerdings etwas später als in Deutschland stattfinden: es ist viel zu hell! Letztes Jahr konnten wir durch das Zuziehen der Vorhänge noch ein wenig Weihnachtsstimmung simulieren, aber im neuen Haus haben wir keine Vorhänge mehr. Wozu auch, hier kann niemand reingucken. Aber wir haben jederzeit freie Sicht. Okay, am Weihnachtsabend wären Vorhänge praktisch. Oder künstlicher Schnee, wie Nils eben vorgeschlagen hat. Wir werden dann doch lieber warten bis es dämmert und dann die Weihnachts-CD vom Kölner Jugendchor St. Stephan einlegen. Warum kann Jack Johnson eigentlich nicht mal eine Xmas-Compilation herausbringen? Würde viel besser nach Raglan passen...

Den Jungs ist das egal. Bescherung im (halbwegs) Dunkeln muss einfach sein und dazu gehört eben auch Jingle Bells. Wird sich wohl nie ändern.

Was sich mächtig geändert hat, ist der Umgang unserer Kinder mit dem Thema Schule. Nils freut sich nach einer (!) Woche Ferien schon wieder auf Te Mata, kommt er doch im Februar schon in die 2. Klasse. Darauf ist er soooo stolz. Wir aber auch. Und Niklas ist ohnehin so integriert in seine Schule und alle dortigen Aktivitäten, dass er selbst die Nachricht, dass seine besten Kumpels Tai und Elan die Schule wechseln werden, halbwegs gut aufgenommen hat. Er weiß einfach, dass die Te Mata School für ihn die derzeit beste Schule ist.

Das hat einmal mehr die Verabschiedung der Kinder in die großen Ferien gezeigt. Dazu wurden alle Schüler, Eltern und Verwandte in der vorigen Woche zu einer "Assembly" (Versammlung) in Niklas Klassenraum (ist der größte der Schule) eingeladen. Es wurden Pokale überreicht an die besten Schüler in den unterschiedlichsten Kategorien. Die Schüler, die auf weiterführende Schulen wechseln wurden alle einzeln und sehr persönlich verabschiedet. Und es wurde viel gesungen. Mittendrin unsere beiden Jungs! Fantastisch zu sehen, wie sie voller Inbrunst Lieder auf Maori (die Sprache der Ureinwohner Neuseelands) mitsingen (Nils in erster Reihe ganz links und Niklas in der letzten Reihe rechts neben einer Lehrerin):

Video ist leider nicht mehr öffentlich.

Höhepunkt der Veranstaltung war allerdings der Haka. Das ist der Kriegstanz der Maori, der traditionell zur Begrüßung - und Einschüchterung - von Besuchern aufgeführt wird. Die Kinder haben den komplett aus eigener Initiative und ohne Anleitung der Lehrer in den Pausen einstudiert. Das Ergebnis ist großartig und kommt dem großen Vorbild, dem Haka der All Blacks, schon ziemlich nah. Der junge Mann ganz vorne heißt übrigens Richard und macht seine Sache unglaublich gut (wer war gleich noch Piri Weepu?). In zweiter Reihe hinter ihm (dazwischen steht noch Niklas rothaariger Kumpel Tai) unser Großer, der völlig aufgeht in dieser martialischen, aber ungemein beeindruckenden Zeremonie:

Video ist leider nicht mehr öffentlich.

Freitag, 9. Dezember 2011

Heile Welt vs. Zukunftschancen?

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Anja hat uns über Facebook auf diesen Artikel in der Zeit aufmerksam gemacht. 
 
Für mich ist das ist so ziemlich das Beste, was ich seit langer Zeit gelesen habe. Macht einen nicht nur nachdenklich, sondern regelrecht betroffen. Vor allem, wenn man die Situation der eigenen Kinder vor Augen hat. Wie würden meine Jungs wohl mit einer solchen Schulsituation klar kommen? Ich will darüber gar nicht lange nachdenken... Oder ist es auf der anderen Seite nicht viel zu viel "heile Welt" auf "unserer" Te Mata School. Auch dort wechseln gerade Schüler (ausgerechnet Niklas beste Buddies) zu einer Schule nach Hamilton, die "akademisch" einen weit höheren Anspruch hat. "Heile Welt" vs. Zukunftschancen? Wir haben uns diese Frage auch gestellt. Niklas kann mit Potenzrechnung - so wie Marie es offenbar muss - derzeit nix anfangen. In Deutschland müsste er. Dafür hat er eine (zumeist) befriedigende, inspirierende Zeit in der Schule. Was ist besser? Wir haben leider auch noch keine Antwort gefunden...

http://www.zeit.de/2011/22/DOS-G8/komplettansicht

Dienstag, 6. September 2011

Speech competion at Te Mata School 2011

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Früh übt sich, wer ein guter Redner werden will

Vorletzte Woche waren wir Donnerstag Abend zu einem Rede-Wettbewerb in Niklas und Nils Schule eingeladen - ganz nach angelsächsischem Vorbild eben. Für uns Deutsche ein doch eher fremdes, ungewöhnliches Ereignis und deswegen besonders spannend und aufregend...

Als wir gegen 18.00 Uhr im Room 3 eintrafen, war dieser schon prall gefüllt. Das erwartungsvolle Publikum: Eltern, Großeltern, Kind und Kegel saßen schon nervös auf den kleinen Plastikstühlen, die Schüler in erster Reihe, schnatterten aufgeregt. Die Jury, zwei betagte Journalisten auf der Durchreise, hatten sich auch schon eingefunden. Dann ging es los!!! Jeder einzelne Schüler wurde vorgestellt und durfte dann seine Rede halten. Unglaublich, wie unterschiedlich und einzigartig jeder einzelne war! Da war das kleine, niedliche, schüchterne Mädchen, welches mit leiser Stimme über Umweltschutz sprach. Weniger Autofahren, keine Wale töten, Energiesparen u.s.w... Oder Tai, Niklas Freund, der selbstbewußt über einen Meteroiteneinschlag und dessen Konsequenzen auf die Erde referierte. "...Möglichkeit 3", er hält plakativ drei Finger in die Luft, "der Meteriot fällt auf die Erde: und bäng, alles ist kaputt!!!"

"Warum ich der nächste Superstar bin", perfekt performt, mit Soundmaschine, Playback und Tanzeinlage - war auch ein Thema. Besonders gut hat mir allerdings die Rede über das Thema: die Vorteile klein zu sein, gefallen. Da hätte ich sicher auch noch die ein oder andere Anmerkung gehabt...Vor der eigentlichen Preisverleihung (mit echten Pokalen), gab es noch Supper im Lehrerzimmer. Jeder hatte etwas Köstliches dazu beigesteuert. Wurstkuchen, Windbeutel und sonstige neuseeländische Leckereien. Der erste Preis ging danach im übrigen an die Rede: Warum mein Vater so nervend ist. Dieser gemeinte Vater hat glücklicherweise selbst nicht im Publikum gesessen, denn als laut schnarchendes Walross, welches am liebsten nur Nachrichten schaut, literweise Eiscreme wegschaufelt und sich mit dem Computer so überhaut nicht auskennt, möchte doch niemand geoutet werden :-)...

Niklas Rede, die er ganz alleine ohne Hilfe verfasst hatte, war über das Thema: Hunde. Im besonderen über schlecht erzogene Hunde, die Ihr Poo in Nachbars Vorgärten machen. Ganz selbstbewusst hat er seine Rede vorgetragen, wie ein kleiner Profi, mit Karteikarten als Gedankenstütze. Seine Rede hatte viel Witz und es wurde gelacht - jedoch war Niklas hinterher ein wenig enttäuscht, dass er keinen Preis gewonnen hat. Für mich ist Niklas jedoch der wahre Star. Nach einem Jahr Neuseeland, eine eigene Rede zu schreiben und diese dann vor fremdem Publikum selbstbewusst in einer für ihn "neuen" Sprache zu halten, da kann ich nur aus tiefster Hochachtung sagen: Respekt, Respekt, Respekt!!!



Donnerstag, 4. August 2011

Jahrestag II

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Jetzt ist er zwischen Containerankunft, Einschulung von Nils, Umzug nach Kaitoke Street und OASE-Besuch fast untergegangen - unser 1. Jahrestag in Neuseeland. Am 29. Juli war es exakt ein Jahr her, dass unser neues Leben am Ende der Welt begonnen hat. Fühlt sich völlig irreal an, so lange von "zuhause" weg zu sein. Dieses Jahr verging einerseits rasend schnell - was haben wir nicht alles an Projekten gestartet - andererseits kommt es mir persönlich bisweilen vor, als wäre es das längste Jahr meines Lebens gewesen. Mit Sicherheit war es aber das anstrengendste und das trotz der unbeschreiblich Kraft zehrenden letzten 4 Jahre in Deutschland. Wir sind völlig hin- und hergerissen zwischen Erschöpfung auf der einen und Vorfreude auf das, was noch kommt, auf der anderen Seite. Wobei ganz ehrlich die Erschöpfung derzeit deutlich überwiegt. Eigentlich sind wir alle völlig fertig und urlaubsreif. :-(

Die Baustellen nach einem Jahr Neuseeland im Einzelnen:

1) Wohnen

Ja, wir haben es geschafft und wohnen seit 2 Wochen in Kaitoke Street! Nein, das Haus ist natürlich noch nicht fertig. Die Fenster im Obergeschoss bauen wir gerade und werden wohl in der kommenden Woche eingebaut - mit Ausnahme von zwei großen Außentüren. Wie lang das noch dauert, wissen wir leider auch nicht... Alle Rechnungen sind auch noch nicht eingegangen, da ist noch für Freude gesorgt. So kriege ich gerade eben die Rechnung vom Elektriker, der mal eben fast 50% mehr haben will als veranschlagt. Na ja, dafür funktioniert auch nur die Hälfte. 

Unser 4. Umzug mit 75m3 in einem Jahr!
Im Haus sieht es noch sehr chaotisch aus, der Pröddel aus über 40 Jahren Leben in Deutschland ist halt nicht mal eben eingeräumt. Aber Tina ist (noch) sehr zuversichtlich, dass sie alles unterkriegt. Ich habe schon versucht, deutsche Bücher in Raglan an den Mann zu bringen, aber meine Sammlung Fischer Weltalmanache seit 1981 und ähnliche Kostbarkeiten interessiert hier auch keinen mehr. Was gut, dass ich meine StadtRevues der Jahrgänge 1979 bis 1984 schon beim Umzug von Köln nach Dillenburg vernichtet habe. Obwohl, wär' schon interessant mal nachzuschlagen, wer am 1. Mai 1980 im Luxor gespielt hat... ;-)

Hennes ist auch schon eingezogen.
2) Arbeiten

Unsere neue Fensterbau-Firma, ECOWINDOWS, arbeitet! Bislang nur für unsere eigene Baustelle, aber erste richtige Jobs sind absehbar. Vom (nie praktizierenden) Lehrer zum Marketingleiter zum Fensterbauer in Neuseeland - verrückt, wie sich Lebensläufe manchmal entwickeln. Wir sind aber alle extrem zuversichtlich, dass das Geschäft gut anlaufen wird. Unsere Investitionen in Maschinen und Profile sowie die Konstellation mit Björn, unserem Businesspartner, stimmen uns sehr positiv (Kölner und Düsseldorfer können also doch miteinander). Ganz schön spannend, jetzt Unternehmer zu sein. Und mit der Unterstützung von SIEGENIA-AUBI, deren Beschläge wir exklusiv in Neuseeland vertreiben, sollte eigentlich nichts schief gehen.  

Beim Einräumen der Beschläge -
 noch nie war ich so nah am Produkt!


Nach Wochen und Monaten der Planung fängt jetzt auch wieder der kreative Part an: Corporate Design, Showroom, Internetauftritt usw. - das ist meine Welt! Hier schonmal unser neues Logo, das von unserer Agentur in Köln (!) entwickelt wurde.




Und natürlich findet man uns jetzt auch bei Facebook: www.facebook.com/ecowindows. Wer mag kann uns dort mögen... ;-)

3) Leben

Von neuseeländischer Gelassenheit kann ich im Moment noch träumen, aber ich habe die Hoffnung, dass ich eines Tages so relaxed sein werde, vielleicht auch auf ein Surfboard steigen zu können, ohne ständig an Fischfutter denken zu müssen. Das Jahr war schlicht zu voll mit Aufgaben und Projekten. Da geht es den Kindern besser. Mittlerweile sind beide Jungs in der Schule und fühlen sich super wohl. Niklas spricht hervorragend Englisch und ist in allen relevanten Fächern (Math, Reading, Writing) nur knapp unter dem neuseeländischen Standard! Darauf sind wir mächtig stolz, wenn man bedenkt, dass er noch nicht einmal 1 Jahr in der Schule ist. Seine Lehrerin überschlägt sich förmlich mit Lob für ihn. In der Klasse hat er seit seiner Powerpoint-Präsentation zum Thema "The brain - differences between humans and monkeys" (ja, so etwas machen die hier in der 4. Klasse!) einen neuen Spitznamen: "Professor Wessling".


Und seit Montag ist auch unser Nils in der Schule und macht sich ebenfalls prächtig. Seine Kindergärtnerinnen in Matapihi haben uns zur Verabschiedung auch nochmal versichert, dass er mittlerweile fast alles versteht und auch schon viele Worte sprechen kann. Nur lässt sich unser kleiner Sturkopf halt auch ncht unter Druck setzen. So beendet er Diskussionen unter dem Motto "sag doch mal ... auf Englisch" nicht selten mit einem satten "shut up!", sprich "halt die Klappe!". Nils eben.

Nils erster Schultag. Unterrichstfach: "Papa klammern."

Nils neuestes Hobby: Selbstaufnahmen mit dem iPhone.


Die letzte Woche war für uns sehr aufregend, hatten wir doch den ersten Besuch aus Deutschland. Oskar, Andrea, Stephan und Enno (kurz: OASE) waren hier und wir haben es soooo genossen. Es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl, so gute alte Freunde hier im "neuen Leben" zu haben, ihnen alles zu zeigen und sich über Heute, Morgen, aber auch Gestern unterhalten zu können. Und wenn Stephan dabei ist, ist man auch um viel Wissen rund um neuseeländischen Wein reicher... ;-)

"Fish&Chips" in "unserem" alten Haus in Cliff Street.

A day @ the beach.
Heute sind die 4 weitergezogen in Richtung Norden (wo es etwas wärmer ist). Vor ihrem Abflug zurück nach Deutschland werden wir uns aber noch einmal in Auckland treffen. Auf diese kleine Auszeit Ende August freuen wir uns jetzt schon.

Stephan in seinem roten Traum.
Ein Fazit?

Am Ende bleibt einmal mehr, dass es nach einem Jahr Neuseeland noch viel zu früh für ein solches ist. Dieses Jahr war purer Ausnahmezustand (in jeder Beziehung) und taugt sicher nicht zu einer Aussage darüber, wie das Leben hier einmal sein könnte. Wenn alles soweit klappt mit unserem Business werden wir im März zur Messe Fensterbau nach Deutschland kommen. Vermutlich wird der direkte Vergleich mit der alten Heimat dann eher Aufschluss geben, wie weit wir emotional dann doch schon in Neuseeland angekommen sind. Wir freuen uns jedenfalls schon jetzt riesig auf diesen (möglichen) Besuch im neuen Jahr!!! :-)

Freitag, 15. April 2011

Unser Großer

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Unser Großer, Niklas, macht uns gerade ziemlich glücklich. Er hat sich unglaublich toll entwickelt. Wir sind so stolz auf ihn und wie er die Situation hier in Neuseeland meistert.

Wir können uns noch gut an die Morgende in Siegen erinnern. Jeden Tag den Kampf, dass er nicht zur Schule wollte. Schlechte Laune vor der Schule, schlechte Laune nach der Schule. Frust pur. Heute dagegen freut er sich jeden Morgen, wieder nach Te Mata zu dürfen. Und wenn er nachmittags aus der Schule kommt, sprüht er geradezu vor Energie. Fragte man ihn früher, wie es in der Schule war, kam - wenn überhaupt - allenfalls ein Kommentar, der an dieser Stelle nicht widergegeben werden sollte. Heute berichtet er aufgeregt über seine Erlebnisse, über seine Mitschüler, die zum Teil deutlich älter als er sind, und nicht zuletzt über seine Lehrer, die sich wieder mal irgendetwas Tolles haben einfallen lassen.


Heute ist letzter Schultag vor den Osterferien (hier ja im Herbst!). Aus diesem Anlass hatte Niklas Klassenlehrerin die Idee, vorgestern eine Pyjama-Party zu veranstalten. Morgens liefen alle Schüler inklusive Linda Holmes also im Schlafanzug auf. Der wurde dann auch den ganzen Tag anbehalten. Die Kinder hatten einen Heidenspaß. Niklas kam einmal mehr völlig happy von der Schule zurück.

Gestern gab es dann den großen, alljährlichen Aufsatz-Wettbewerb, den der Raglan Club anlässlich des bevorstehenden ANZAC-Days (Australisch-Neuseeländische Armee-Kooperation, die v.a. in den beiden Weltkriegen sehr aktiv war und mit erheblichen Verlusten auf Seiten der Aliierten gekämpft hat), der hier einen großen Stellenwert hat. Alle Schüler von Room 4 (Klassen 6,7 & 8) waren aufgerufen, in einer Art Klausur (richtige Prüfungsatmophäre) einen Aufsatz zum Thema ANZAC/Weltkriege zu schreiben. Für die Klassen 6 und 7 diente dies nur zur Vorbereitung, wohingegen die Schüler der Klasse 8 im Wettbewerb um ein Preisgeld von 1.500$ standen. Eine tolle Übung für zukünftige Prüfungssituationen aller Art. Niklas hat sich riesig darauf gefreut! Er war kein bisschen aufgeregt, sondern hat sich intensiv vorbereitet. Er wollte von mir alles wissen über die Weltkriege, über die Zerstörung in Europa, über die Schreckensherrschaft der Nazis und und und. Was wir nicht wussten haben wir zusammen bei Wikipedia recherchiert. Auch das eine tolle Übung und gleichzeitig die erste Konfrontation mit unserer (deutschen) Geschichte. Niklas war sichtlich beeindruckt.

Das Tolle an unserem Sohn ist, dass er überhaupt keine (sprachlichen) Hemmungen hat. Er plappert - und schreibt - einfach drauf los. Dabei ist ihm Grammatik erst einmal völlig egal. Und das Beste (weil motivierendste), er wird verstanden! Es ist absolut faszinierend zu sehen, wie selbstverständlich er sich im Englischen bewegt. Er quatscht einfach (konnte er ja immer schon gut). Und er schreibt auch einfach. So kam er gestern begeistert vom Raglan Club zurück und berichtete, dass er fast 2 komplette Seiten Aufsatz geschrieben und "alles untergebracht" habe, was er gelernt hat.

Zur Belohnung durfte er gestern Nachmittag mal wieder alleine nach Raglan. Das geht nämlich jetzt wieder, da wir viel näher wohnen. So schnappt er sich seine Brieftasche und zieht in die Stadt. Kauft sich ein Eis, trifft sich mit Buddies, läuft ein bisschen durch die Straßen und fühlt sich ganz erwachsen. Nach einer dreiviertel Stunde kam er dann freudestrahlend zurück und fiel seinem glücklichen Bruder in die Arme. Da fällt es auch uns einfacher, loszulassen...

Samstag, 5. Februar 2011

Die Beförderung

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Am 2. Februar war wieder Schule. Für mich war es ein neues Schuljahr, aber jetzt in der 5. Klasse. Aber das änderte sich, als mich meine Direktorin Pam in´s 6. Schuljahr mit der netten Klassenlehrerin Linda Holmes beförderte! Und das war gut, denn die neue Lehrerin von Room 3 wo man das 3., 4. & 5. Schuljahr macht, sah zwar im Te Mata Newsletter wie eine tolle Lehrerin aus, aber in Wirklichkeit ist sie anders. Ihr Gesicht kam mir bekannt vor, denn sie hatte einen Test-Untericht im 4. Schuljahr gemacht. Erst wollte ich lieber das 5. Jahr machen, aber als ich erfahren habe, dass meine Freunde Tai, Ryan und Elan auch befördert wurden, habe ich mich sehr gefreut und nahm es dankbar an. Deswegen gehe ich jetzt schon in die 6. Klasse!

Meine neue Klassenlehrerin ist auch Fotografin. Hier könnt ihr mehr über sie finden: http://lindaphotoart.wordpress.com/about/

NIKLAS

Donnerstag, 18. November 2010

Eventmanagement Kiwi-Style

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Eine meiner (liebsten) Aufgaben im Job war immer das Konzipieren und Organisieren von Events. Von der Jubilarfeier bis zum Kundenincentive anlässlich des WM-Finales in Berlin war so ziemlich alles dabei. Selten genug gab es daher Gelegenheit, selber in den Genuss eines Events zu kommen. Jetzt war es aber mal wieder so weit! Kein geringeres Event als die erste Klassenfahrt von Niklas stand an. Da Niklas alleine (noch) nicht mitgefahren wäre, hatte ich ihm versprochen, mit zu kommen. Te Mata School all the way to busy Auckland! Und weil wir in Neuseeland sind und hier nichts ist wie gewohnt, wird auch aus einer Klassenfahrt ein richtiges Event gemacht!


Insgesamt rund 50 Kinder und 15 Erwachsene - 2 Lehrer und 13 Eltern - machten sich am Dienstag also auf den Weg in Neuseelands größte Stadt. Wohlgemerkt nicht im Bus, sondern als Fahrgemeinschaften in den Privatwagen der mitfahrenden Eltern. Diese wurden vor Abfahrt von Pam, der Schuldirektorin, persönlich gechecked: TÜV ok, Reifen nicht abgefahren und - ganz wichtig - überall 3-Punkt-Gurte. Wie bei jedem gut gemachten Event gab es ein Booklet für alle Verantwortlichen. Detailierter Programmablauf, Namen und Telefonnummern aller Mitfahrenden, Karten sämtlicher Fahrtabschnitte, Speisepläne, Detailinformationen zu jedem anstehenden Programmpunkt. Wie gesagt, perfekt! Mir als einem der Verantwortlichen wurden neben Niklas zwei Jungs aus seiner Klasse, Deken und Kane, zugeteilt. Allesamt wunderbar erkennbar an den Namensschildern (mit Lost-&-Found-Infos).

Erstes Ziel war der Aucklander Zoo. Kostenloser Parkplatz direkt vor dem Eingang, dann gemeinsames Picknick unter den Palmen am Giraffengehege. Alles irgendwie viel disziplinierter und entspannter als ich mir das vorgestellt hatte. Neuseeländische Kinder sind gewohnt, sich respektvoll zu benehmen. So wurde auch Niklas alles sehr geduldig erklärt: "In English this is called Ä LEI-EN"... Das Tolle ist, dass die Mitschüler auch immer daran interessiert sind, die deutsche Übersetzung zu lernen. Running Gag derzeit in der Klasse ist das (deutsche) Wort "Zuckerpüppchen". Keine Ahnung, woher Niklas das hat. :-)

Der Aucklander Zoo ist eine tolle, subtropische Anlage. Ich hätte noch Stunden mit "meinen" 3 Jungs verbringen können. Aber, es stand auch hier ein wenig Unterricht auf dem Programm. Eine Zoo-Pädagogin hat sich mit den Kindern intensiv über das Thema "Artgerechte Tierhaltung" unterhalten (man kann fast sagen "diskutiert"). Hintergrund dieses Themas: ab kommender Woche soll jedes Kind in der Schule das Modell eines modernen Tier-Geheges bauen. Die Kinder können sich ein Tier aussuchen und überlegen, wie das Gelände dafür aussehen soll; Materialien, Ausstattung, Nachbarn usw. festlegen. Dabei werden alle pädagogischen Aspekte ganz unterschiedlich angesprochen: Bio, Kunst, Mathe (schließlich ist auch der Faktor "Kosten" beim Bau eines Geheges zu berücksichtigen) und natürlich alle möglichen Soft-Skills wie Kreativität, Entscheidungsfindung, Teamwork usw. Großartig, wie hier Grundlagen vernetzten Denkens geschaffen werden! Events können mitunter sehr lehrreich sein!

Leider sind Nachmittage in Neuseeland genauso kurz wie in Deutschland. Um kurz nach 4 ging es daher schon weiter nach Mission Bay. Das ist ein maritimer Vorort von Auckland, ein bisschen trendy, aber sehr relaxt. Ein Ort, wo man gerne Urlaub machen würde. Auch hier wieder: perfekter, kostenloser Parkplatz direkt am Strand. Zwischen Meer und Promenade liegt ein wunderschöner Park mit viel Rasen, Springbrunnen und - ganz wichtig - einem tollen Spielplatz. Der perfekte Ort für ein abendliches Picknick mit einer Horde Kinder! Als einer von nur 2 Männern werde ich abgeordnet, das Abendessen zu holen: Chips &Sausages von einem der Restaurants an der Promenade. Kiwi-Kids müssen verdammt hungrige Kinder sein: wir schleppen Massen von Fritten und Würstchen am Stiel (Niklas hat sich kaputt gelacht) an. Wirklich ein bisschen wie Urlaub. Kein schlechtes Gefühl auf einem Event.


Der Höhepunkt des Tages sollte noch kommen: Kelly Tarlton's Underwater World! Ein riesiges Aquarium direkt am Aucklander Hafen. Hier war ich schon auf meinem ersten Neuseeland-Trip vor fast 20 Jahren. Komisches Gefühl, jetzt mit meinem Sohn hierhin zurück zu kommen. Noch komischeres Gefühl allerdings die Vorstellung, jetzt hier zu schlafen! Genau, der Höhepunkt dieses Events ist die Übernachtung unter Haien, Stachelrochen und sonstigem Seafood (ich geb's zu, ich war noch hungrig). Das Besondere an Kelly Tarlton ist die Glasröhre mitten durch das Meerwasser-Aquarium. Und genau in dieser Röhre sollte übernachtet werden. Events sollten halt immer etwas Besonderes bieten.


Leider war die Röhre binnen Sekunden voll mit Schlafsäcken, Iso-Matten und qualmenden Socken. Niklas, Deken und Kane (letzterer etwas Zähne knirschend) hatten schließlich Erbarmen mit mir und stimmten zu, auf den Duft von Socken unter kreisenden Haien (gab es da mal einen Film, der so hieß?) zu verzichten. Wir haben uns stattdessen ein schönes Plätzchen neben den Aalen gesucht, von wo aus man die Haie wenigstens aus der Ferne sehen konnte. Fast 20 Jahre war ich nicht mehr hier und jetzt lag ich mit meinem Sohn auf der Iso-Matte neben neuseeländischen Aalen. Mindestens ebenso lange habe ich vermutlich auch nicht mehr auf einer Iso-Matte geschlafen. Binnen Kürze konnte ich jeden Knochen einzeln spüren. Gute Events sollten halt immer auch eine (körperliche) Herausforderung sein. Was für den Einen der Hochseilpark, ist für den Anderen eben die Iso-Matte an Aal...


Die Nacht war natürlich kurz zwischen aufgeregten Kindern, dem hektischen Schein der vielen Taschenlampen und dem Dröhnen unzähliger Pumpen. Egal, Niklas war super happy. Am nächsten Morgen gab es am Stachelrochen-Becken (die die Kids abends noch füttern durften) ein typisches Kiwi-Frühstück: Toast-Brot, das Zeug, das man in der Werbung Cerealien nennt (meine Kenntnisse hören bei Corn Flakes auf), Marmelade und natürlich Marmite (salziger Aufstrich auf Hefe-Basis - in Deutschland kenne ich nur einen Menschen, der so etwas isst). In weiser Voraussicht hatte ich vorher Brötchen gebacken - natürlich aus selbst gemahlenem Bio-Mehl (ist ja alles wieder da!). Ganz wichtiger Punkt bei Events: für alles gewappnet sein!
Unser Lager zwischen Aal und Treppe

Letzter Programmpunkt war schließlich der Besuch des Auckland Museum. Ein gewaltiger Bau im neo-antiken Stil, gelegen inmitten eines riesigen Parks. Der Blick über Auckland, den Hafen und die Inseln ist überwältigend. Auckland ist eine großartige Stadt! Auch im Museum war ich auf meiner ersten Reise 1991 bereits gewesen. Entsprechend war ich ein wenig skeptisch, dort mit 3 Kindern durchzulaufen. In meiner Erinnerung war es dort etwas altbacken. Schön zu sehen, dass sich manche Dinge spektakulär ändern können. Das Museum ist schlicht toll. Überbordend mit viel Phantasie und Liebe zum Detail gestaltet. Die Kids waren sofort begeistert. Für mich eine Herausforderung, die Energie von 3 Jungs halbwegs zu bündeln und mit ihnen den Fragebogen zu bearbeiten, der das Thema "Artgerechte Haltung von Tieren" wieder unter ganz anderen Aspekten beleuchten sollte. Pädagogisch, aber spannend. Entsprechend erschöpft trafen wir uns mit dem Rest der Truppe unter den Bäumen vor dem Museum zum abschließen Picknick. Permanentes Essen (oder zumindest das Gefühl, dies zu tun) war schon das Markenzeichen früherer Events.


Und auch das gehört zu einem perfekten Event: der Punkt, an dem man sich wieder auf Zuhause freut. Der kam bei mir, nachdem ich im Straßengewirr dieser Millionenstadt den richtigen Motorway gefunden hatte, der Tank des Autos wieder aufgefüllt war und ich meine Jungs glücklich und zufrieden mit einem letzten Eis "ruhig gestellt" hatte. Dazu lief eine CD von BAP (was auf meine Kiwi-Kids ungefähr so eigentümlich geklungen haben muss wie für uns die Maori-Gesänge, die Niklas gerade in der Schule lernt). Pünktlich zum Schulende um 3 Uhr nachmittags waren wir wieder an der Te Mata School, erschöpft, müde, jeden Knochen spürend - aber völlig begeistert von einer ganz besonderen Erfahrung.

Und - by the way - das war nicht das Werk eines professionellen Event-Managers, sondern das Ergebnis von einer schier unglaublichen Leidenschaft für den Beruf. Für den des Lehrers. Denn alles was diese beiden Tage so großartig organisiert war, hat das kleine Lehrer(innen)-Team der Te Mata School (größtenteils in der Freizeit) selber auf die Beine gestellt. Vor so einer Einstellung kann man nur den Hut ziehen! Und für die Kinder sind diese Lehrer tolle Vorbilder an Engagement, Freude und - nicht zuletzt - für die Fähigkeit Dinge zu managen!

Sonntag, 17. Oktober 2010

Eine Woche an der Te Mata School - „Yes, you made my day!“

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Dass diese Schule besonders ist, war mir seit dem ersten Gespräch mit der Rektorin, Ms. Quirke („Pam“), klar. Eine äußerst selbstbewusste Frau in den 40ern, mit braunem Kurzhaarschnitt und markantem Gesicht. Eine auffällige, flippige Erscheinung, schon alleine wegen ihrer beeindruckenden Körpergröße von bestimmt 1.80 m und dazu noch in High Heels! Da kann man sich als Stoppelhopser von gerade mal 1.56 cm leicht eingeschüchtert vorkommen! Seit Ms. Quirke ihr neues Amt als Direktorin an der Te Mata Schule angetreten hat, wurde alles Bisherige von ihr umgekrempelt mit dem bemerkenswerten Ergebnis, dass sich die Bewertung der Schule durch die neuseeländische Regierung extrem verbessert hat (was regelmäßig für alle neuseeländischen Schulen durchgeführt wird). Mit ihr wurde auch die sogenannte Fish! Philosopy an der Schule eingeführt. Hierbei geht es letztendlich um die Beziehung zwischen Menschen und wie diese verbessert werden kann. Was natürlich Grundvoraussetzung von dauerhaftem und nachhaltigem Erfolg in Unternehmen, aber auch in Schulen ist. Schon beim Betreten der Schule hat man das Gefühl die Insel der Glückseeligen zu betreten. Ein kleiner Mikrokosmos mit gerade mal 80 Schülern und 4 Klassenräumen. Das Lehrpersonal besteht aus geballter Frauenpower, die alle miteinander eine wahnsinnig gute Laune versprühen, was letztendlich auch auf die Schüler und Besucher der Schule abstrahlt. Die Atmosphäre ist sehr entspannt, aber trotzdem ist der Umgang untereinander diszipliniert und sehr respektvoll.



Eine Woche durfte ich am Unterricht von Niklas teilnehmen. Ich bin geradezu gerührt, wie sehr sich seine Klassenlehrerin Ms. Rachel Mitchell und seine Mitschüler auf den „Neuen“ aus dem fernen Deutschland vorbereitet haben und sich nun um ihn kümmern. Niklas wurde ein persönlicher „Buddy“, ein Mitschüler mit Namen Tai, zur Seite gestellt, der ihm nun auf Schritt und Tritt folgt und bei allem hilft. Jeden Tag findet die deutsche Sprache Anwendung im Unterricht. Zum Beispiel beim täglichen Begrüßungsritual, wo jeder Schüler auf einem großen Perserteppich im Kreis sitzend „Guten Morgen, Ms. Rachel“ sagt. Einen ausländischen Mitschüler in ihrer Mitte zu haben, wird hier als absolute Bereicherung betrachtet. In den Pausen, wo ich gerne einfach mal ein wenig verschnaufen würde, werde ich ständig von kleinen Mädchen belagert, die mich neugierig über Deutschland und Europa ausfragen. Oder einfach nur: Du hast ja ein tolles Kleid an! Oder: Deine Ohrringe sind sooo schön! Solche Schuhe möchte ich auch haben… (anscheinend sind Frauen auf der ganzen Welt gleich!)


Jeden Morgen nach dem Begrüßungsritual wird eine Leinwand von der Decke gezogen, der DVD-Player in Position gerückt und „Jump Jam“ gestartet. Eine Gruppe flippiger Tänzer grooved auf der Leinwand so richtig ab. HipHop, Rock, Salsa – die unterschiedlichsten Musikrichtungen sind dabei. 20 Schüler plus Lehrer bewegen sich mehr oder weniger im gleichen vorgetanzten Schritt. 15 Minuten dauert die Performance. Niklas Tanzstil erinnert ein wenig an Balou, den Bären, der versucht, auf rohen Eiern zu tanzen. Das sieht so lustig aus, dass es schwerfällt, einen Lachanfall zu unterdrücken. Aber Niklas hat riesen Spaß dabei und das ist schließlich die Hauptsache! Dann kann der Unterricht gutgelaunt beginnen! Der ist so unglaublich abwechslungsreich, bewegt und unvergleichbar zu dem in Deutschland, sodass die tägliche Unterrichtszeit (8.45 – 15.00 Uhr) wie im Fluge vergeht. Am Donnerstag wurde „Yellow Submarine“ von den Beatles einstudiert, weil im November ein zweitägiger Ausflug nach Auckland stattfindet, wo unter anderem auch Kelly Tarlton`s Underwater World besichtigt wird. Niklas ist singend nach Hause heimgekehrt und wir haben ihn noch nie so glücklich nach einem Schulbesuch erlebt!

Jeden Freitag ist Fun-Friday! Da werden die Kinder für ihre gute Arbeit während der Woche belohnt. Nach der einstündigen Mittagspause werden zur Einstimmung auf das Wochenende in allen Klassenräumen und auf dem Schulhof unterschiedliche Aktivitäten angeboten wie z. B. Malen, Tanzen, Singen und allerlei sportliche Aktivitäten. Außerdem bestimmen die einzelnen Klassenlehrerinnen die Schüler, die sich innerhalb der Woche besonders hervorgetan haben. Deren Namen werden auf Zetteln notiert und dann in eine Lostrommel geworfen. 5 Schüler werden davon unter großem Tam-Tam gezogen und dürfen sich kleine Geschenke aussuchen. Diesmal war auch Niklas dabei! Weil er sich schon so gut in seine Klasse integriert hat und er – unglaublich, aber wahr – im Lesen englischer Texte bereits auf dem gleichen Stand steht wie seine neuseeländischen Altersgenossen (obwohl er das, was er liest noch nicht versteht!). Er ist nicht zuletzt dadurch jetzt hoch motiviert und ihm macht die Schule richtig viel Spaß!

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Agricultural Day

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Niklas ist seit Montag in der Schule. Über seine Erfahrungen und Eindrücke dieser ersten Tage wird er selber noch berichten. Heute aber war die ganze Familie mit in der Te Mata School, denn heute war der alljährliche Agricultural Day. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass dies eine echte Country School ist, der heutige Tag wäre perfekt geeignet gewesen. Agricultural Day heißt, dass alle Farmers-Kinder (und das sind hier die meisten) ihre Lieblingstiere - Schafe, Kälber und Ziegen - mit in die Schule bringen.

Dort gibt es eine echte Leistungsschau. Welches Schaf hat das glänzendste Fell? Welches Kalb folgt am gehorsamsten auf dem Fuße? Die Kinder allen Alters (auch die 5-Jährigen sind schon hochmotiviert) präsentieren sich und ihre Tiere einer Jury und die stolzen Eltern eifern den möglichen Auszeichnungen entgegen. Die Regeln sind allerdings so ausgelegt, dass tatsächlich niemand ohne Preis nach Hause geht. Jedes Tier erhält in einer feierlichen Preisverleihung eine Schärpe je nach Platzierung in unterschiedlicher Farbe. Die Auszeichnungen haben Mitarbeiter der örtlichen National Bank vorgenommen, die auch einer der Sponsoren dieses Tages waren. Wir haben uns gefragt, ob man bei den Angestellten der Bank wohl jedes Jahr Stöckchen zieht, wer Schafen und Kälbern bunte Bänder um den Bauch binden darf. Wahrscheinlich ist das Bestandteil des ersten Lehrjahres... Jedenfalls waren alle happy. In Te Mata ist das einer der Höhepunkte des Jahres. Und die Kids zu sehen, wie sie überglücklich in ihren Swanndris und Gummistiefeln mit Schaf und Schärpe im Schlepptau zu ihren Eltern stolzieren, ist schon ein wirklich schöner Anblick.  

 


Und auch unseren Jungs hat es super gefallen. Auch wenn Niklas meine Antwort auf seine Frage, ob wir wohl auch mal ein Kälbchen kriegen würden, gar nicht komisch fand: "Können wir drüber nachdenken - wenn unsere Kühltruhe da ist." Im Ernst können wir über 2-3 Schafe aber nachdenken, sparen sie uns doch den Rasenmäher auf unserem Grundstück.


Jedenfalls gab es auch ein schönes, dem Tag angemessenes Programm für Kinder und Eltern ohne vierbeinige Begleitung. Die Kinder hatten einen Heidenspaß damit, aus allerlei Gemüse Figuren zu schnitzen oder aus einem Meer von Blüten und Blättern Collagen auf mit Vaseline eingeschmierten Plastiktellern zu kreieren. Auch hier merkte man einmal mehr den Geist dieser Schule: hier wird mit ganz viel Respekt den Kindern gegenüber versucht, alle Sinne zu fördern. Besser hätten wir es nicht antreffen können, obwohl der heutige Tag für uns - zugegebenermaßen - ein wenig surreal war. Die Szenerie erinnerte uns doch sehr an eine Mischung aus "Der Doktor und das liebe Vieh" und "City Slickers"...

Mittwoch, 8. September 2010

Official student of Te Mata School

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So darf sich Niklas seit heute nennen. Wir haben ihn jetzt ganz offiziell eingeschrieben! Bis es aber so richtig losgeht, hat er noch über einen Monat Schonfrist. Da der laufende Term (Schul-Vierteljahr) nur noch 2 Wochen dauert und dann schon Frühlingsferien (Spring Break - aber nicht wie in Florida!) sind, haben wir entschieden, ihn erst mit dem nächsten Term ab dem 11. Oktober einzuschulen. Bis dahin werden wir die Home-Lessons allerdings verstärken: jeden Tag gibt es Programm in Deutsch, Mathe und natürlich Englisch. Erstaunlich zu sehen, wie schnell unser Sohn die neue Sprache förmlich "aufsaugt". Pam, die Direktorin der Te Mata School, meinte auch, dass Niklas sehr schnell mit der neuen Sprache zurecht kommen wird.

Die Entscheidung zugunsten dieser Schule fiel übrigens einstimmig von der ganzen Familie - inklusive Nils. Denn ihn haben wir gleich mit eingeschrieben, so dass er pünktlich zu seinem 5. Geburtstag seinem Bruder folgen wird. Gefragt, welche Schule ihm denn am besten gefallen hat, antwortete Nils ganz bestimmt "Te Mata School!" - in allerbester Aussprache. Wir sind offenbar auch "schulisch" auf einem guten Weg... :-)

Dienstag, 31. August 2010

Die Neuseeländischen Schulen

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Alle wissen ja von euch, wie die Schulen in Deutschland sind. Die Lehrer sind streng (zu mindestens manchmal), immer einen Schulranzen tragen und noch mehr. Die Schulen in Neuseeland sind ganz anders. Die Lehrer sind nicht so streng und die Kinder tragen statt Ranzen Rucksäcke :-).

Sie sind einfach toll. Wir haben uns zwei Schulen angeguckt, die in Te Mata und die in Te Uku, das spricht man TeJuku aus. Wir wollen uns bald noch die Raglan School angucken. School heißt Schule. Und jede Schule hat hier auch einen Pool. Die Spielplätze sind viel größer als die in Deutschland. Ich fand auch toll, dass man auch zu dem Direktor den Vornamen sagen durfte. Das durfte ich bei Herrn Vitt nicht.

NIKLAS
Nachtrag: Hier noch ein paar Bilder von den beiden Schulen